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Villa

Villen entstanden überwiegend seit dem 18. Jahrhundert und befanden sich meist in Vororten vor großen Städten. Ursprünglich sind unter dem Begriff freistehende und besonders repräsentative Einfamilienhäuser zu verstehen, die über eine sehr große Gartenfläche, rund um das Haus, verfügen. Villen dienten sehr selten zu landwirtschaftlichen Zwecken, obwohl sie zum einen in Vororten gebaut wurden und zum anderen der Begriff „Villa" „vornehmes Haus auf dem Lande" bedeutet. Früher hatten die Besitzer von Villen auch oft eine Stadtwohnung, in der sie aber nur einen teil der zeit verbachten, meist wen sie geschäftlich in der Stadt zu tun hatten. Der Hauptwohnsitz war die Villa, in der auch gesellschaftliche Verpflichtungen (Abendessen) gegeben wurden. In einer Villa zu wohnen ist eine besondere Lebensart, denn eine Villa ist immer sehr aufwendig gebaut und hat etwas prunkvolles. Meist bilden sie daher auch den Mittelpunkt einer parkähnlichen Anlage. Im 19. Jahrhundert, als der Wohnstand immer weiter anstieg und auch die Nachfrage nach einem repräsentativen Wohnraum stieg, wurden in den Vororten der Städte sehr viele Villen gebaut. Teilweise bestanden ganze Dörfer nur noch aus Villen. Um diesem besonderen Stil gerecht zu werden, wurden auch Alleen, Einkaufsbereiche und Parks entsprechend abgepasst. In den 1970er Jahren wandte man sich mehr dem modernen Städtebau zu, sodass aus den frühren Stadtvillen Mehrfamilienhäuser wurden, die eine Bauhöhe von drei Geschossen nicht überschreiten. Der Begriff Villa oder Stadtvilla wird heute eigentlich nur noch aus werbetechnischen Gründen verwendet. So wird er in der Immobilienbranche immer dann benutzt, wenn es sich um ein Mehrfamilienhaus handelt, dass über eine besondere Ausstattung verfügt.